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In China gibt es keine kontrovers geführten Diskussionen? Gerade chinesische Online-Debatten beweisen das Gegenteil. Stimmen aus China (#SAC) möchte diese Meinungsvielfalt deutlich machen und der einseitigen Darstellung deutscher Medien entgegenwirken. Auf #SAC werden chinesische Online-Essays und Blog-Beiträge von jungen China-Experten übersetzt und analytisch aufbereitet.
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NGOs in China – Regierung will Registrierung für zivilgesellschaftliche Organisationen erleichtern
Seit langem machen chinesische Wissenschaftler und NGO-Vertreter* darauf aufmerksam, dass NGOs als Ergänzung zu Wirtschaftsreformen unverzichtbar sind. „Weniger Staat, mehr Gesellschaft“ lautet eine Parole der chinesischen Regierung. Dabei kommt man nicht daran vorbei, die NGO-Landschaft zu liberalisieren.
Wieder vergiftete Milch in China – Neuer Lebensmittelskandal empört Chinas Verbraucher
Melamin im Milchpulver, krebserregende Farbstoffe in Chiliprodukten, gebleichte Dampfbrötchen, verseuchtes Schweinefleisch, vergifteter Reis und wiederverwertetes Speiseöl – angesichts immer neuer Lebensmittelskandale dürfte vielen Chinesen längst der Appetit vergangen sein. Kurz vor dem Frühlingsfest erschütterte erneut ein Skandal um verseuchte Milchprodukte des Molkereiriesen Mengniu das Land. Chinas Verbraucher sind verunsichert und machen ihrem Ärger im Internet Luft. Verena Menzel hat Stimmen im Netz eingefangen.
Entwicklung auf Chinesisch – Löst der Beijing Konsens den Washington Konsens ab?
Kann China als Vorzeigemodell dienen, wo westliche Entwicklungspolitik gescheitert ist? Ein Überblick über chinesische Meinungen zum Thema von Marie-Luise Abshagen.
Weiterer SAC Artikel zum Thema: „Chinas wachsender globaler Einfluss am Beispiel von Entwicklungspolitik“
And the winner is… der Status Quo. Nachbetrachtung der Wahl in Taiwan
Bei den taiwanesischen Präsidentschaftswahlen am 14. Januar 2012 wurde der amtierende Präsident Ma Ying-jeou in seinem Amt bestätigt. Ma hatte sich in den vergangenen Jahre außerhalb Taiwans* vor allem durch seine Annäherungspolitik gegenüber dem Festland einen Namen gemacht. Seine Wiederwahl bestätigt, dass die taiwanesische Bevölkerung vorerst einem Kollisionskurs mit dem Festland abschwört. Trotzdem sind die ca. sechs Millionen Stimmen (etwa 46%) für die Oppositionskandidatin und Befürworterin der taiwanesischen Unabhängigkeit Tsai Ying-wen, auch Ausdruck dafür, dass eine China-freundliche Politik bei zukünftigen Wahlen wieder kippen könnte. Festlandchinesische Blogger haben die Stimmung unmittelbar nach den Wahlen festgehalten und gehen den Ursachen für Wahlerfolg und Niederlage der beiden Hauptkontrahenten auf den Grund. Ein Meinungsquerschnitt zusammengefasst von Ella Daschkey und Daniel Soesanto.
Lesen Sie zum Thema auch den Artikel „Präsidentschaftswahlen auf Taiwan – Kollisionskurs oder Status Quo?„
Mao Yushi entblättert Mao Zedong und verärgert Chinas Ultralinke
Der betagte Bilderstürmer Mao Yushi schrieb im April 2011 einen geradezu blasphemischen Artikel, in dem er mit ein paar Schriftzeichen die Mona Lisa des Tian’anmen demontierte: Mao Zedong. Der „Große Vorsitzende“, ein Verrückter, Sadist und Lüstling? In einer öffentlich noch nie zuvor dagewesenen Art und Weise wurden Mao Zedongs historische Taten in ein neues, schonungsloses Schlaglicht gerückt und er persönlich scharf angegriffen. Ungeheuerlich, dieser Tabubruch! So ungeheuerlich, dass ein postwendend Gewehr bei Fuß stehendes Häuflein chinesischer Ultralinker auf die Barrikaden stieg und den „Vaterlandsverräter“ vor den Kadi zerren wollte. Ein Beitrag von Oliver Pöttgen.
Die Xinhai Revolution von 1911 – Schlüsselereignis für die Republik China
Im Jahr 2011 jährte sich die Xinhai Revolution zum hundertsten Mal. Die Revolution von 1911 stellt eines der wichtigsten Daten in der Geschichte der Republik China dar. Der Aufstand der Revolutionäre im Oktober 1911 in Wuchang, der von vielen als Beginn der Revolution angesehen wird, wird heute als Nationalfeiertag begangen, Sun Yat-sen als Gründungsvater der Nation verehrt und sogar die Jahreszählung beginnt auf Taiwan mit dem Revolutionsjahr 1911. 2011 wurde deswegen auf der Insel großangelegt das 100-jährige Bestehen der Nation und die Erinnerung an die Revolution gefeiert. Auch in Taiwan setzt man sich mit der Revolution und ihrem Erbe auseinander und viele nutzen dafür Plattformen im Internet. Blogger befassen sich hier mit der Bedeutung der Revolution für Demokratie, mit der Frage nach geschichtlichen Tatsachen und ihrer Bedeutung in Hinblick auf taiwanesisch-chinesische Beziehungen. Eine Auswahl von Kommentaren taiwanesischer Blogger hat Marie-Luise Abshagen getroffen.
Volksheld und Vaterlandsverräter – Chinesische Meinungen zu Ai Weiwei
Ai Weiwei wurde nach seiner Freilassung 2011 von der chinesischen Regierung bezichtigt „pornographische Bilder“ veröffentlicht zu haben. Das Medienecho im Westen war eindeutig: Peking benutze falsche Anschuldigungen, um sich des missliebigen Regimekritikers zu entledigen. In der chinesischen Netzwelt dagegen wird der Fall Ai Weiwei kontrovers diskutiert. Wahlweise erscheint Ai als mutiger und einfallsreicher Vorkämpfer gegen staatliche Willkür oder als schamloser Agitator, der aus purer Mediengeilheit das eigene Nest beschmutzt. Zusammengetragen von Daniel Gerichhausen.
Han Han über Revolution: Erster Teil einer kontroversen Aufsatzreihe des chinesischen Freiheits-Idols
Sein Name steht für eine neue Generation. Han Han zeigte Chinas Jugend, dass es auch anders geht: er brach die Schule ab, schrieb stattdessen Romane und fuhr Rallyerennen, bloggte, gründete eine Zeitschrift und stritt sich mit jedem intellektuellen Schwergewicht, das ihm in den Weg kam. Kurz: Han Han verkörpert wie kein Zweiter die Ideale der „Post-80er“, der chinesischen Generation, die Mao nur vom Hörensagen kennt. Nun meldet sich Han Han zurück. Im ersten von drei um Weihnachten 2011 erschienenen Blogeinträgen stellt Han Han waghalsige Revolutionsrechnungen an. Übersetzt von Maximilian Kalkhof
Chinesische Netizens zur Rede des Delegierten Xie Zhenhua auf der Klimakonferenz in Durban
Die Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban im November und
Dezember 2011 setzte in den Augen vieler Chinesen ein Zeichen im Kampf gegen die von ihnen empfundene Unterdrückung durch die Industrienationen. Der chinesische Delegierte Xie Zhenhua griff die bisherigen Aktionen der Industrienationen scharf an und versuchte sich und sein Land ins rechte Bild zu rücken. Verfasst von Florian Jung.
Tongqi – Ehefrauen homosexueller Männer in China
Tabuisiert, diskriminiert, geheim gehalten – Homosexualität wurde in China bis in die neunziger Jahre als geistige Abnormalität psychologisch behandelt und wird bis heute oft verleugnet. Viele Homosexuelle sind dementsprechend verheiratet. Als Folgephänomen gibt es im chinesischen Netz Diskussionen zwischen Ehefrauen homosexueller Männer, den Tongqi.






