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In China gibt es keine kontrovers geführten Diskussionen? Gerade chinesische Online-Debatten beweisen das Gegenteil. Stimmen aus China (#SAC) möchte diese Meinungsvielfalt deutlich machen und der einseitigen Darstellung deutscher Medien entgegenwirken. Auf #SAC werden chinesische Online-Essays und Blog-Beiträge von jungen China-Experten übersetzt und analytisch aufbereitet.
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“Reform und Öffnung sind keine milden Gaben der Regierung” – Diskussion über den Beitrag der KPCh zu Chinas wirtschaftlichem Aufstieg und den Führungsanspruch der “Einen Partei”
Sind Wirtschaftswachstum und steigender Lebensstandard die Früchte von drei Jahrzehnten Reformpolitik der Parteiregierung?
Nein, sagt der Blogger und Bildungsaktivist Xin Lijian und widerspricht damit einem geläufigen Erklärungsmuster.
Blog und Leserreaktionen zusammengefasst von Gesa Stupperich.
Bohei um Bo: Chinas größte Krise seit Tian’anmen
Die Kommunistische Partei schasst den Kommunalpolitiker Bo Xilai und katapultiert China in die größte Krise seit den Protesten auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Ein Beitrag von Maximilian Kalkhof.
Vier Jahre nach dem Wenchuan Erdbeben – Ein kritischer Blick auf chinesischen Patriotismus
Am vierten Jahrestag des verheerenden Wenchuan Erdbeben, welches am 12. Mai 2008 fast 100.000 Menschenleben forderte, blickt der bekannte chinesische Blogger Li Chengpeng auf seine Erfahrungen im Erdbebengebiet zurück.
Er kritisiert falschen Patriotismus, nennt die zensierten Helden der Katastrophe und diskutiert wie China im Anblick einer so weitreichenden politischen und menschlichen Tragödie in die Zukunft schreiten sollte.
Sind Chinesen unzivilisiert? Chinas Star-Bloggerin Liu Yu zerlegt die sagenumwobene „Qualität“ der Chinesen
In ihrem Essay „Was für eine ‚Qualität‘ eigentlich?“ hinterfragt die Star-Bloggerin und Politikwissenschaftlerin Liu Yu die Annahmen kritisch, dass Chinesen notorisch ungebildet, ohne Manieren und unzivilisiert seien.
Dabei kehrt sie eine vermeintliche Prämisse Chinas gesellschaftspolitischer Entwicklung pointiert um.
Licht aus für die Erde – Über Sinn und Unsinn der „Earth Hour“ in China
Am 31.03.2012 fand zum sechsten Mal die vom WWF geleitete „Earth Hour“ statt. Hierbei wurden weltweit um 20.00 Uhr Ortszeit von hunderttausenden Mitstreitern für eine Stunde sämtliche Lichter gelöscht, um ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen. Ein Beitrag von Marie-Luise Abshagen.
Der Anfang vom Ende Bo Xilais politischer Karriere: Wang Lijuns drehbuchreife Flucht ins US-Konsulat
Chengdu, 07. Februar 2012, gegen zehn Uhr abends: 24 Stunden ist es nun her, dass sich „Chinas Dirty Harry“ Wang Lijun im Schutz von Nacht und Perücke mit hochbrisanten Informationen ins US-Konsulat gerettet und politisches Asyl ersucht hat. Vergeblich, denn Washington senkt den Daumen und die in Windeseile aus Peking herbeigeeilten Agenten der Staatssicherheit reiben sich draußen schon die Hände. Heiß brodelt(e) seitdem auch die chinesische Gerüchteküche, aus der Oliver Pöttgen berichtet.
Liberalismus und Meinungsfreiheit in China – eine kritische Rede von Li Ao
Li Ao (geb. 1935 in Harbin, VR China), ein taiwanesischer Schriftsteller, Poet, Historiker, Philosoph und unabhängiger Politiker, hielt im Rahmen seiner Festlandreise am 21. September 2005 eine Rede vor der Beijing-Universität und fordert sein Publikum zu mehr freier Meinungsäußerung auf. Eine Video-Zusammenfassung von Florian Jung.
Chinesischer Volkskongress: Änderung der Strafprozessordnung abgesegnet
Vom 03.-14.03.2012 war es wieder soweit: der chinesische Volkskongress und die Politische Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes kamen in der Großen Halle des Volkes in Peking zur ihrer jährlichen Sitzung zusammen. „Prunk und Protz“ der Abgeordneten riefen unter Chinas Netizens viel Spott hervor. Die auf der Sitzung durchgewinkte Neuerung der Strafprozessordnung, die 2013 in Kraft treten soll, hingegen löste eine Protestwelle aus. Ein Beitrag von Miriam Börsting.
Chinas 58 Mio. Wanderarbeiter-Kinder – eine Kindheit ohne elterlichen Schutz und Geborgenheit
Sie leben alleine oder bei Verwandten auf dem Land, nachdem ihre Eltern als Wanderarbeiter in die Städte gezogen sind, um dort ihr Glück zu suchen. Das Schicksal der zurückgelassenen Kinder von Wanderarbeitern bewegt immer wieder Herzen und Gemüter der Chinesen. Anfang 2012 erschien „Das Tagebuch der zurückgelassenen Kinder“, eine ergreifende Sammlung von Tagebuchauszügen von Kindern, die ihre Eltern vermissen und trotzdem tapfer sein müssen. Wie sieht die Realität dieser Kinder aus? Was sind die Konsequenzen einer Kindheit ohne elterlichen Schutz und Geborgenheit? Wie geht die chinesische Gesellschaft mit der Problematik um? Ein Beitrag zusammengestellt von Inés Henning.
Heuschrecken gegen Hunde: Zeitungsannonce heizt Stimmung zwischen Hongkongern und Festlandchinesen an
Ein Artikel in der beliebten Hongkonger Tageszeitung „Apple Daily“ am 1. Februar 2012, verglich chinesische Mütter
die zum Entbinden nach Hongkong reisen mit einer Heuschreckenplage und entfachte eine hitzige Onlinedebatte. Verena Menzel hat Stimmen eingefangen.






