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In China gibt es keine kontrovers geführten Diskussionen? Gerade chinesische Online-Debatten beweisen das Gegenteil. Stimmen aus China (#SAC) möchte diese Meinungsvielfalt deutlich machen und der einseitigen Darstellung deutscher Medien entgegenwirken. Auf #SAC werden chinesische Online-Essays und Blog-Beiträge von jungen China-Experten übersetzt und analytisch aufbereitet.
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Archiv der Kategorie: Gesellschaft
Chinesische Medien: Provokative Schlagzeile zu Hongkonger Referendum geht nach hinten los
In ihrer Online-Ausgabe vom 23. Juni 2014 tönt die chinesische Zeitung Global Times mit der Überschrift: „Mögen die Teilnehmer am illegalen Hongkonger Referendum noch so viele sein, sie sind nicht mehr als 1,3 Milliarden“. Doch der Versuch, die Leser gegen die Wähler in Hongkong aufzubringen, scheint in der Internetgemeinde nicht den erhofften Effekt zu haben.
Gaokao für Blinde – Mehr Bildungsgerechtigkeit für Behinderte oder Augenwischerei?
Zwischen dem sechsten und achten Juni 2014 fand das Gaokao, die wichtigste Prüfung im Leben eines jungen Chinesen statt. Bisher waren die Hochschulzugangsprüfungen ausschließlich für die Sehenden unter den Schülern zugänglich. Doch ab diesem Jahr soll sich das ändern: Erstmals können auch Blinde am Gaokao teilnehmen. Chinas Netzgemeinde kommentiert die Neuerung.
Streiks in Chinas Schuhfabriken: Arbeiter allein gegen Gewerkschaften, Partei und Unternehmer
Zehntausende Arbeiter streiken seit Wochen in Chinas Schuhfabriken. Ein großer Teil der weltweiten Produktion für Adidas, Puma, Nike und andere Marken kommt aus diesen Fertigungsstätten in Dongguan (Südchina). Im Zentrum der Proteste steht die Forderung nach den gesetzlich vorgeschriebenen Sozialleistungen, welche die Firmen bisher nicht zahlen.
„The Act of Killing“ – Dokumentarfilm über Massaker in Indonesien 1965 entfacht Debatte in China
Im Januar 2014 wurde der Dokumentarfilm „The Act of Killing“ von Joshua Oppenheimer (2012) für den Oscar nominiert. Thema des Films ist das Massaker von 1965 in Indonesien nach der Machtergreifung von General Suharto. Damals töteten paramilitärische Truppen sowie Zivilisten vermeintliche Kommunisten (Oppositionelle, linksgerichtete Studenten und chinesisch-stämmige Bürger). Die Oscar-Nominierung löste in den chinesischen Medien und unter Internetnutzern eine hitzige Debatte aus.
Bangen und Frustration – Suche nach verschwundenem Malaysia Airlines Flugzeug erregt chinesische Gemüter
Am frühen Morgen des 8. März 2014 verlor Malaysia Airlines, Flug MH-370 von Kuala Lumpur nach Beijing, ca. eine Stunde nach Abflug den Kontakt zur Bodenstation und ist seitdem unauffindbar. 154 der 239 Personen an Bord waren chinesischer, bzw. taiwanesischer Herkunft. Viele Netizens hoffen mit den Angehörigen auf eine Auffindung des Flugzeuges und lebender Passagiere. Gleichzeitig wächst der Unmut über die sich hinziehende Suche, fehlende Informationen und verwirrende Meldungen.
China und der Terror – Reaktionen auf den Anschlag am Bahnhof Kunming
Am Abend des 1. März 2014 stachen mit Messern bewaffnete Angreifer am Bahnhof der Stadt Kunming in Südwestchina auf Reisende ein. Mindestens 29 Menschen kamen ums Leben, über 130 wurden zum Teil schwer verletzt. Peking macht uigurische Separatisten verantwortlich. Chinas Netizens diskutieren über geeignete Maßnahmen gegen den Terrorismus und den richtigen Umgang mit ethnischen Minderheiten.
Frauenmangel in China führt zu wachsendem Menschenhandel
Frauenhandel wird in Europa in vielen Fällen mit Zwangsprostitution assoziiert. In China liegt der Grund viel mehr im allgemeinen Frauenmangel. Der Handel floriert vor allem in den ländlichen Regionen Chinas. Entführte Frauen sind dort schon zu Preisen zwischen umgerechnet 700 und 2.500 Euro zu erwerben.
Fleischeslust vs. Fleischverzicht – Chinas Blogger diskutieren über Vegetarismus
Der Fleischkonsum in Europa stagniert. Immer mehr Menschen entscheiden sich für einen vegetarischen Lebensstil. In China ist die Fleischproduktion ein Wachstumsmarkt. Dennoch gibt es auch im Reich der Mitte eine gar nicht so kleine Gruppe, die der Fleischeslust eine Absage erteilt.
Ärztin verkauft Babys – Kinderhandel in China nimmt neue Dimensionen an
Am 14. Januar 2014 wurde eine Ärztin aus Nordwestchina vor Gericht zur Todesstrafe auf Bewährung verurteilt. Der 55-jährigen, Zhang Shuxia, wurde vorgeworfen, zwischen 2011 und 2013 sieben Neugeborene ihrer Patientinnen an Babyhändler verkauft zu haben. Zhang hatte den Eltern vorgegaukelt, ihre Kinder litten an einer unheilbaren Krankheit, sodass diese sie weggaben.
Nur Schall und Rauch? – Blogger diskutieren die neue Anti-Raucher-Richtlinie für Regierungsmitglieder
Nirgendwo sonst auf der Welt werden mehr Zigaretten konsumiert als in China. Bislang auch gerne in öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Zügen und Taxis. Die chinesische Regierung will sich nun verstärkt für den Kampf gegen den öffentlichen Tabakkonsum einsetzen und mahnt neuerdings zur Verantwortung.






