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In China gibt es keine kontrovers geführten Diskussionen? Gerade chinesische Online-Debatten beweisen das Gegenteil. Stimmen aus China (#SAC) möchte diese Meinungsvielfalt deutlich machen und der einseitigen Darstellung deutscher Medien entgegenwirken. Auf #SAC werden chinesische Online-Essays und Blog-Beiträge von jungen China-Experten übersetzt und analytisch aufbereitet.
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Tierrechte und Bürgerrechte in China – Hauseigentümer erhängt Hunde aus Protest
Bewohnern des Longhua-Bezirks in Shenzhen bot sich vergangenen Montag ein grotesker Anblick: Vom Dach eines Hauses hingen Spruchbanner herab, auf denen der Slogan „Sterbende Hunde sind so verängstigt, dass sie von Gebäuden springen“ zu lesen war. Daneben taumelten zwei am Hals aufgehängte lebende Hunde in der Luft, die nach kurzer Zeit erstickten. Zu dieser drastischen Maßnahme griff der Hauseigentümer Zeng, um seinen Unmut über das Verhalten der lokalen Behörden auszudrücken. Diese hätten es seiner Aussage zufolge versäumt, ihn darüber zu informieren, ob sein Gebäude aufgrund von Straßenbauprojekten abgerissen wird. Dies führte angeblich dazu, dass der Eigentümer seit 11 Monaten keine Mietzahlungen erhält. Die chinesischen Netizens diskutieren nach dem Vorfall über Moral und Unmoral von Zengs Verhalten, die Grenzen sozialen Protests und die Notwendigkeit von Tierrechten.Â
Chinesische Blogger entsetzt über Kindergarten-Busunfall – Wer ist verantwortlich?
Fast 20 Kindergartenkinder starben bei einem Verkehrsunfall mit einem Schulbus, der weit mehr Passagiere transportierte als vorgesehen. Das Unglück ereignete sich am 16. November 2011 in der chinesischen Provinz Gansu. Das Tragische daran ist: die Kinder hätten nicht sterben müssen, wenn die Verantwortlichen nicht so fahrlässig gehandelt hätten. Wer aber kann eigentlich für den Unfall zur Rechenschaft gezogen werden? Der Kindergartenbetreiber, der einen sehr begrenzten Finanzhaushalt verwaltet? Die Kindergärtnerinnen, die nur ihre Arbeit gemacht haben? Die Eltern, die ihre Kinder in den Bus haben steigen lassen? Oder doch eher die staatlichen Behörden, die dafür Sorge tragen sollten, dass Gesetzesverstöße nicht bloß oberflächlich sondern auch nachhaltig geahndet werden? Der Kindergartenbetreiber wurde mittlerweile festgenommen. Das ändert jedoch nichts daran, dass andere Kindergärten und Schulen weiter verantwortungslos handeln. Chinesische Netizen kommentieren und kritisieren die Ereignisse vom 16. November. Eine Zusammenfassung von Ella Daschkey und Daniel Soesanto.
100 Jahre Xinhai Revolution in China – Das Erbe der Revolution von 1911
2011 feiern China und Taiwan das 100ste Jubiläum der Xinhai-Revolution: Der Sturz der letzten Kaiser-Dynastie. Bis heute scheiden sich die Geister über die genauen Vorkommnisse dieser Zeit und über die Rolle von Persönlichkeiten wie Sun Yat-sen. Heute als großes Ereignis für die chinesische Nation gefeiert, ruft die Erinnerung an die Revolution zugleich Fragen auf, zu ihrer Geschichte, aber auch zu ihrem Erbe und der Bedeutung für die heutige politische Situation in China. Einen Einblick in unterschiedliche Gedanken zum Thema Xinhai Revolution hat Marie-Luise Abshagen zusammengestellt.
„Occupy Wallstreet“ und die Jasminblüte – Anlass zu demokratischen Reformen in China?
Kann man die Occupy-Bewegung in den USA mit den Revolutionen im Mittleren Osten und Nordafrika vergleichen? Kann sich die Bewegung lange genug halten, um etwas zu erreichen? Und was ist mit der chinesischen Jasminblüte, oder einer chinesischen Occupy-Bewegung? Diesen und anderen Fragen geht der chinesische Blogger Liu Xuewei* auf den Grund. Übersetzt von Daniel Soesanto.
Waisen mit Behinderungen in China – die weggeworfenen Kinder
Im Zuge der Paralympics 2008 ist das Interesse von Politik und Gesellschaft an der Verbesserung der Lebensumstände von Menschen mit Behinderungen in China deutlich gestiegen. Trotz neuer Gesetze zum Schutz der Betroffenen finden sich in Krankenhäusern oder gar Müllkippen täglich Neugeborene, die wegen einer Behinderung von ihren Eltern verstoßen wurden. Schlechte Gesundheits- und Sozialleistungen für Arme, mangelnde Integrationsbemühungen von Gemeinden und auch die Angst vor Gesichtsverlust – all das sind tiefere gesellschaftliche Ursachen für diesen Umgang mit behinderten Kindern. Wenn sie nicht sterben, landen die Waisenkinder entweder in staatlich, religiös oder privat organisierten Waisenhäusern oder bei Privatpersonen. Gerade die privaten Waisenhäuser und Privatpersonen sind aber zumeist nicht ausgerüstet für die Versorgung von Kindern mit Behinderungen, so dass den Kindern oft medizinische Versorgung und Schulbildung verwehrt bleibt. Einblicke in diese Waisenhäuser in die Schicksale der Kinder mit Behinderungen in China wurden zusammengetragen von Marie-Luise Abshagen.
Karl Marx hat’s schon damals gewusst – Chinesische Stimmen zur „Occupy Wall Street“-Bewegung
Die Wall Street sorgt mal wieder für Furore, doch sind die Hauptdarsteller dieses Mal nicht die spekulierenden Banken, sondern aus den Reihen der einfachen Leute. Seit dem 17. September besetzen nun Demonstranten das Finanzzentrum der Welt und verlangen soziale Gerechtigkeit. Im Mittelpunkt stehen dabei die Forderungen, Banker für die Finanzkrise zur Rechenschaft zu ziehen und Reichtum stärker zu besteuern – und das im Mutterland des Kapitalismus. Chinesische Blogger diskutieren die Grenzen des gnadenlosen Konkurrenzkampfes, aber auch die reizvollen Vorzüge der amerikanischen Demokratie. Gesammelte Meinungen von Ella Daschkey und Daniel Soesanto.
Brennpunkt Libyen – Welche Lehren lassen sich für China ziehen?
Die libysche Rebellenarmee hat die Hauptstadt Tripolis eingenommen und den jahrzehntelangen Alleinherrscher Gaddafi scheinbar besiegt. Doch wie geht es in Libyen nun weiter? Muss man eine neue Tyrannei befürchten? Und was bedeutet der NATO-Einsatz für das Land und die Welt? Macht der Westen mit arabischen Despoten jetzt etwa kurzen Prozess? Chinesische Blogger diskutieren diese Fragen und überlegen, was für Lehren sie auch für ihr eigenes Land ziehen können. Zusammengestellt von Daniel Soesanto.
Betrachtungen aus China zum 10. Jahrestag des 11. September 2001
Die Ereignisse vom 11. September 2001 zählen zu den schwerwiegendsten terroristischen Übergriffen unserer Zeit. Sie werden nicht bloß als eine rein amerikanische Katastrophe betrachtet, sondern als Attacke auf die gesamte westliche Welt. Schnell haben führende Politiker dem Terrorismus den Kampf angesagt. In dem Glauben der absoluten Überlegenheit gegenüber islamistischen Gruppierungen ist ihnen diese Aufgabe jedoch bald über den Kopf gewachsen und so klaffen die Wunden des 11. Septembers auch heute noch, nicht bloß in der amerikanischen Seele, tief. Im Zuge der internationalen Brisanz des Themas haben chinesische Blogger den 10. Jahrestag zum Anlass genommen um weltweite Entwicklungen zu diskutieren und Revue passieren zu lassen. Zusammengefasst von Ella Daschkey.
„Unerwartetes Unrecht“ für Tan Zuoren – Briefwechsel seiner Frau mit Ran Yunfei
Tan Zuoren sitzt im Gefängnis in Isolationshaft. Zwar ist der Netzaktivist im Westen weniger Bekannt als etwa Liu Xiaobo, aber er und viele andere Dissidenten teilen das Schicksal des Nobelpreisträgers. Nach der Verhaftung Tans schrieb dessen Frau einen Brief and Freunde und Bekannte, darunter auch Ran Yunfei – der in diesem Jahr ebenfalls verhaftet wurde, allerdings seit dem 10. August 2011 wieder freigelassen wurde und nun in Sichuan unter Hausarrest steht. Ende 2010 hatte Ran den Brief noch auf seinem Blog veröffentlicht und kommentiert. Übersetzung und Hintergrundinformationen von Marie-Luise Abshagen
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Dreht Europa nach rechts? Chinas Netizens diskutieren rechtsextremen Terror in Norwegen
Die Anschläge in Norwegen am 22. Juli wurden weltweit mit Bestürzung aufgenommen. Anders Behring Breiviks rechtsextremer Terrorakt richtete sich gegen die sozialdemokratische Regierungspartei und ihre liberale Einwanderungspolitik. Chinesische Blogger diskutieren, wie es so weit kommen konnte, und entdecken nicht nur in Norwegen rechte Tendenzen. Rückt etwa ganz Europa nach Rechts? Zusammengetragen von Ella Daschkey und Daniel Soesanto.






