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Die ohnehin schon zwischen Annäherung ans Festland und
Unabhängigkeitsbestrebungen hin und hergerissene Bevölkerung Taiwans wird durch das ECFA weiter gespalten. Die Fernsehdebatte des Präsidenten Ma Ying-jeou (Kuomintang) und der Oppositionsführerin Tsai Ing-wen (Demokratische Fortschrittspartei) Ende Mai hat den gesellschaftlichen Konflikt bzgl. des ECFA nur geringfügig entspannt. Vor- und Nachteile werden in einer emotionsgeladenen Diskussion abgewogen. Führt die Unterzeichnung dazu, dass Taiwan an den Weltmarkt Anschluss findet? Oder wird hier die taiwanesische Seele an den Teufel vom Festland verkauft? Ein Beitrag von Ella Daschkey und Daniel Soesanto.
Am 29. Juni 2010 unterzeichneten die Volksrepublik und die Republik China auf Taiwan in Chongqing ein wirtschaftliches Rahmenabkommen - das so genannte Economic Cooperation Framework Agreement, kurz: ECFA [两岸经济合作价购协议 / 兩岸經濟合作架構協議]. Dies stieß bei chinesischen Bloggern auf reges Interesse. Viele erkennen darin eine weitere Annäherung zwischen beiden Seiten der Taiwan-Problematik, ja sogar einen großen Schritt in Richtung Wiedervereinigung! Ein Meinungsquerschnitt der Festland-Seite von Ella Daschkey und Daniel Soesanto
Beijing versinkt im Müll. Die Regierung meint, mit neuen Müllverbrennungsanlagen eine Lösung für die überquellenden Müllhalden gefunden zu haben. Die Anwohner der als Anlagenstandorte auserkorenen Gebiete sind aber angesichts der Vorstellung, künftig dioxinhaltige Abgase einatmen zu müssen, gelinde gesagt, not amused. Aber wohin dann mit Chinas Müll? Huo Weiya beschreibt die Kontroverse und Meinungen der Zivilgesellschaft, der Regierung und der Privatwirtschaft auf seinem Blog.
Übersetzt von Roman Serdar Mendle.
Der zweite Jahrestag des großen Wenchuan Erdbebens hat zahlreiche Erinnerungen geweckt und Emotionen ausgelöst. Während einige nur auf die positiven Seiten schauen (Vgl. Artikel „Lachen in Beichuan") gibt es Andere welche die Lage in Sichuan nach dem Erdbeben kritischer betrachten. So auch ein Reporter der Hongkonger Zeitung MingPao, welcher einen Bauunternehmer in Sichuan interviewte und erschreckende Fakten über die Qualität des Wiederaufbaus aufdeckte. Eine Übersetzung von Viviane Lucia Fluck.
Kurz vor dem zweiten Jahrestag des großen Wenchuan Erdbebens der Provinz Sichuan besuchte der Blogger „Treib das Pferd in den Wald" das ehemalige Katastrophengebiet. Seine verklärt-poetischen Darstellungen sprechen sicherlich einigen Chinesen aus der Seele und bilden zugleich einen krassen Kontrast zu kritischen Berichten aus Sichuan (Vgl. Artikel „Zwei Jahre nach dem Erdbeben: Korruption in Beichuan"). Seine Fotos aus Beichuan zwei Jahre nach dem Beben kann man auf http://blog.qq.com/qzone/34200567/1273422153.htm anschauen.
Übersetzt von Jingjie Hou-Wübbeke und Jost Wübbeke.
Die Armut der Wanderarbeiter und unzumutbare Arbeitsbedingungen gehören zu den großen Herausforderungen der chinesischen Arbeitspolitik. Die gesetzliche Pflicht zu Arbeitsverträgen und einige Mindeststandarts haben daran nichts geändert. Überstunden im Akkord gehören nach wie vor zur chinesischen Arbeitswelt. Die Selbstmordserie bei Foxconn rückt das Problem mal wieder ins Rampenlicht. Für Wang Yishu, Zhan Youbing und Liu Zhiyi von der Nanfang Zhoumo (South China Morning Post) ist außerdem ein klaffender, psychologischer Zwiespalt im Leben der Arbeiter wert, analysiert zu werden: der schizophrene Gegensatz zwischen maschinenartigem Funktionieren der Arbeiter im Betrieb und ihren Träumen und Wünschen von einem erfüllten Leben. Übersetzt aus dem Chinesischen von Jost Wübbeke und Jingjie Hou.
Seit nun mehr als 10 Jahren kooperiert die Volksrepublik intensiv mit ihrem neu entdeckten Wirtschaftspartner - Afrika. Was vom Westen argwöhnisch als Konkurrenz aus Fernost betrachtet wird, sehen afrikanische Staatsführer als klare Alternative zu den haufenweise aufoktroyierten Forderungen nach Beachtung der Menschenrechte und good governance. Die wachsende Kooperation bringt aber nicht nur chinesische Investoren und Arbeiter auf den schwarzen Kontinent, sondern zieht auch zunehmend Afrikaner ins Reich der Mitte. Ein Überblick von Ella Dashkey und Daniel Soesanto.
Das neue Energieministerium, die Wahrheit über Solarenergie und jede Menge andere interessanten Fakten zum Thema Klima- und Energiepolitik in China erörterte Prof. Dr. Oberheitmann, Leiter des Research Center for Environmental Policy der Tsinghua Universität in Peking, mit Viviane Lucia Fluck im Experten-Interview von Stimmen aus China.