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In China gibt es keine kontrovers geführten Diskussionen? Gerade chinesische Online-Debatten beweisen das Gegenteil. Stimmen aus China (#SAC) möchte diese Meinungsvielfalt deutlich machen und der einseitigen Darstellung deutscher Medien entgegenwirken. Auf #SAC werden chinesische Online-Essays und Blog-Beiträge von jungen China-Experten übersetzt und analytisch aufbereitet.
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Archiv der Kategorie: Archiv bis 2009
Chinas Afrikapolitik
Auf einer chinesischen Webseite hieß es zur chinesischen Afrikapolitik:
Chinas Unterstützung und Investitionen gegenüber Afrika verändern nicht nur wirtschaftliche und politische Strukturen des afrikanischen Kontinents, sondern stärken auch die dortigen Regimes. Dies befürchten zumindest die westlichen Länder, denn Demokratie und Menschenrechte sind in Afrika keine Selbstverständlichkeit. China scheint dies jedoch wenig zu interessieren.
Der Panda-Virus und seine Folgen
Kreative Subkultur, subversive Tätigkeit oder gar eine nationale Verschwörung (der einheimischen Anti-Virus-Softwareentwickler)?
Der chinesische Computervirus „nimaya.worm“, der bei ausgeführten .exe – Dokumenten in Form eines kleinen Pandabärs sein Unwesen treibt, hat eine Welle von Aktionen und Kommentaren unter der chinesischen Bloggergemeinde ausgelöst.
Wünsche und Hoffnungen zum Neuen Jahr
„2006 verabschieden, 2007 willkommen heißen“ – was erhoffst Du Dir im neuen Jahr?“
So fragte das Diskussionsforum der Nachrichtenagentur Xinhua seine Leser. Hier einige Antworten:
– Im Jahr 2007 hoffe ich, dass China prosperiert, reich und mächtig wird, gute Dinge passieren, die Bevölkerung in Frieden und Zufriedenheit lebt und arbeitet, und glücklich ist; Gesundheit für Familie und Freunde, dass es im Geldbeutel klingelt und oft gelacht wird.
– Am meisten hoffe ich, dass diese Welt jeden Menschen gerecht behandelt.
Chinesische Reaktion auf Gabor Steingart
Der Artikel und das Buch von Gabor Steingart („Weltkrieg um Wohlstand“; eine Online-Kurzfassung des im „Spiegel“ erschienenen Artikel findet sich hier) sind auf chinesischen Webseiten nur spärlich thematisiert worden. Über Suchmaschinen habe ich zu Gabor Steingart ( 加博尔·施泰因加特 ) nur zwei direkte Bezüge zu seinem neuen Buch gefunden, auf Webseiten, die in China lokalisiert sind, keinen einzigen (Falls jemand etwas gefunden hat, bitte direkt unter diesen Beitrag posten).
Hier die Zusammenfassungen der beiden Beiträge
„Wer sind wir Chinesen?“
„Was haben wir außer schwarzen Haaren und gelber Haut noch für äußerliche Charakteristika als Chinesen?“ so beginnt die Einleitung zum Schwerpunktthema „Wer sind wir?“ der Zeitschrift „China News Weekly (Zhongguo xinwen zhoukan)“.
Keine Rechte für chinesische Arbeiter in ausländischen Unternehmen?
„Ausländische Manager sagen, vor der chinesischen Gewerkschaft haben man nichts zu befürchten“, so übertitelt Sina.com einen Artikel über Betriebsräte in ausländischen Unternehmen in China.
Der Artikel thematisiert Fälle von Arbeiten, deren Rechte auch in ausländischen Unternehmen oft nicht geachtet werden: Unbezahlte Überstunden, mangelnde Arbeitssicherheit oder Entlassung im Falle von Schwangerschaft.
„Geister“ der Vergangenheit: Langer Marsch und Lu Xun
Zwei nahe liegende Jahrestage lassen chinesische Blogger „alter Geister“ beschwören und diskutieren.
Zum einen geht es um den 70. Jahrestag des Endes des „Langen Marsches“ [‚Rückzug‘ der Roten Armee vor den Truppen Chiang Kai-sheks von Zentral- nach Nordchina; heute zentraler Mythos der Kommunistischen Partei Chinas als Symbol für Widerstandsfähigkeit und Stärke]
Zum zweiten steht der 70. Todestag des Schriftstellers Lu Xun [gilt als Begründer der modernen chinesichen Literatur im Zuge der anti-traditionalistischen „Vierten-Mai-Bewegung“; Lu Xun kritisierte u.a. den konfuzianischen Elitarismus und eine gesellschaftliche Ethik der Apathie, Unterwürfigkeit und Gefühlskälte] im Mittelpunkt des Interesses.
Hat China gegenüber Japan nicht die Orientierung verloren?
Ein Blogger im Netease-Forum stellte sich diese Frage und thematisierte in seinem Essay vor allen Dingen die Widersprüchlichkeit von Boykottaktivitäten gegenüber Japan.
Der Autor, ein gewisser Titan, der auf einer eigenen Webseite regelmäßig über China und Japan schreibt, stellt zunächst fest, dass China Japan sehr widersprüchlich gegenüber steht. Auf der einen Seite stünden die vielseitigen Wirtschaftsbeziehungen, auf der anderen Seite die patrotischen Gefühle, die einem zu Boykottaktivitäten gegenüber Japan treiben.
Sind Chinesen unhöflich?
„Große Touristenströme sind das neuste Exportprodukt Chinas – ‚Chinesen‘, das ist zu einem Synonym für ‚unkultiviert‘ und ‚unhöflich‘ geworden.“ – So beginnt ein Artikel der chinesischen Wochenzeitung „Nanfang Zhoumo“.
Umfrage zum „Arbeitszufriedenheit“
Nach einer Umfrage des „China Human Resources Development Network“ sind die meisten Chinesen mit ihrer Arbeit nicht zufrieden.
– mehr als 60% sind der Ansicht, dass das Verwaltungssystem und die Abläufe am Arbeitsplatz nicht angemessen sind
– mehr als 50% sind mit ihrem Gehalt nicht zufrieden
– mehr als 50% sind mit den Beförderungsmöglichkeiten nicht zufrieden






