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Sind Chinesen fröhlich? Welche Ängste haben Chinesen in der heutigen Zeit?

http://news.sohu.com/s2005/05kuaile.shtml

Hier werden verschiedene Kapitel eines Artikels zusammengefasst, die alle von den Ängsten und Nöten der chinesischen Bevölkerung berichten. Arbeitslosigkeit und Karrieredruck sind nur einige der Ängste, denen die Menschen ausgesetzt sind. Besonders die junge Generation scheint zu leiden…

In Zeit der Gesellschaftsumwandlung: Chinesen sind mit größtem Druck aller Zeit konfrontiert

Nur 9% der Chinesen fühlen sich fröhlich
Einem Bericht des Volkskongresses aus dem Jahre 2005 zufolge litten damals 16 Millionen Menschen in China unter Depressionen. Jedes Jahr gibt es 200.000 Selbstmordfälle, 80 % davon betreffen Leute, die unter Depression leiden. 65% der Depressionskranken sind weiblich und Leute mit mehr Karriereerfolg und Stadtbürger scheinen wahrscheinlicher darunter zu leiden. Immer mehr Stadtbürger können die Lebensprozesse wie Krankheiten und Tot ruhig akzeptieren, aber sie können leider die Einsamkeit und Leere im Innern nicht beseitigen.

Fehlt Es den Chinesen an Fröhlichkeitsgen?
Jemand hat gesagt: in China leben immer mehr deprimierte Leute. Immer mehr Leute sind mechanisiert, egoistisch und spießbürgerlich geworden. Obwohl viele in der Öffentlichkeit ganz fröhlich scheinen, aber in Wirklichkeit sind sie gar nicht fröhlich. Weder Junge Leute noch Erwachsene fühlen sich fröhlich. Kleine Bürger sind nicht fröhlich, große Beamte auch nicht. Leute, die ihre Liebe nicht finden, fühlen sich einsam; und Leute, die schon Liebe gefunden haben und geheiratet haben, fühlen sich wie zuvor immer noch einsam. Fröhlich sein ist nicht mehr so einfach für die meisten Chinesen.

Junge Menschen vor dem Karrieredruck
Die Experten vertreten die Meinung, dass das Zeitalter sowohl eine riesige Chance und einen großen Druck für chinesische Jugendlichen gebracht hat. Diese Situation wird kritischer in den Städten. Die meisten jungen Menschen glauben, sie leben in der besten Zeit der Geschichte, und wenn man die Chance nicht in die Hand nimmt, dann verliert man viel.

Die „Geburtswehe“ in der Zeit einer Gesellschaftswandlung
China befindet sich in der Zeit einer gesellschaftlichen Umwandlung. Mit dem Fortschritt der Gesellschaft und der Entwicklung der Wirtschaft werden die Wert- und Weltvorstellungen der Menschen stets kritisch hinterfragt und sie verändern sich auch allmählich. Auf Grund des großen Drucks auf der Arbeit, des sich immer schneller werdenden Tempos und der nicht zufriedenstellenden Arbeitsumwelt usw. fühlen sich immer mehr Leute von der Arbeit gelangweilt und genervt. Sie sind nicht zufrieden mit der Gegenwart, können zugleich aber nicht nichts anders machen.

Tod durch Überarbeitung unter jungen und mittelalterigen Leuten: Geld gegen Leben in der besten Zeit des LebensUnter Tod durch Überarbeitung versteht man den abrupten Tot verursacht durch langfristige und chronische Müdigkeit, das heißt, die potentiale Krankheit wird akut verschlechtert wegen zu langer Arbeitszeiten, zu viel Arbeitsintensivität und zu großem psychologischen Druck, und das führt zu tödlichen Symptomen. Nach Angaben der WHO nimmt die Todesrate wegen Überarbeitung jährlich zu.

Mittelklasse: Nervosität des Klassegefühls in der Mitte
Sie sind keine Arme in allem Sinne. Sie klettern Schritt für Schritt zu ihrem Ziel. Obwohl sie ganz viel verdienen, leiden sie aber gleichzeitig unter dem Druck: einmal arbeitslos zu werden gleicht keinen weiteren Einkommen. Ein Gefühl der Nervosität und Verlorenheit trotz der hohen Gesellschaftsstellung macht sich breit.

Leute auf der Spitze: warum sind sie auch nicht fröhlich?
Ganz wenig Leute geben zu, dass sie die Hauptprofiteure der gesellschaftlichen Entwicklung, Reform und Öffnung in China. Die wirklichen Profiteure, nämlich die Eliten, haben auch nicht mehr Heiterkeit als die anderen. Das liegt zutiefst an der anomalen Denkweisen der Gesellschaft, wo man sich immer nach oberflächlichen und materiellen Zielen richtet.

Die niedrige Klasse: starkes Verlorenheitsgefühl und das Gefühl, beraubt zu werden
Eine Studie zeigt, dass die niedrige Klasse sich in allen Bereichen verloren fühlt. Sie haben nicht nur wenig Geld, sondern sie erleiden auch den Verlust ihrer Gesellschaftsstellungen, Entwicklungschancen, geistigem Leben, Bildungschancen und politischen Rechten usw.

Suche nach dem Weg des geistigen Wiederbau der Chinesen
Eine gute Gesellschaft sollte mit vielfältigen Lebensformen, Lebenszielen und Wertvorstellungen ausgestattet sein. Unterschiedliche Ziele sollen in unterschiedlichen Bereichen vorhanden sein. In der Regierung und Unternehmen sollte Gerechtigkeit und Gleichheit angestrebt werden, in Hochschulen und Forschungsinstituten sollen Erkenntnisse gewonnen werden. In Tempeln sollte die seelische Ruhe erzielt werden. Nur so kann die Seele einen breiteren Raum erwerben und der Geist der Gesellschaft wird lebendig und vielfältig.

Übersetzt und zusammengefasst von Qimei Li und Volker Stanislaw

Kategorien: Archiv bis 2009. Permalink.

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