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Bringt BIP Wachstum Aufschwung oder sorgt es für einen Rückgang des Allgemeinwohls? In Chinas Internetwelt wird derzeit heftig über Vor- und Nachteile des BIP Aufschwungs diskutiert. Zusammengefasst haben die Debatte Jingjie Hou und Jost Wübekke.
Ai Weiwei wurde von Künstlerkollegin Yu Gao unlängst für unsensibles Verhalten gegenüber den Behörden verbal geohrfeigt. Der Blogger OUNING stellt der Schelte, die bei Stimmen aus China unter „Sehr geehrter Herr Ai, Sie sind zu schnell auf 180" zu finden ist, seine Meinung entgegen: Ai Weiwei sei nur ein starrköpfiger Künstler der mutigen Sorte, von denen es leider viel zu wenige in China gibt. Einer wie Ai tut dem starren politischen System in China gut und bringt Farbe in die grauen sozialen Bewegungen. Blog und Leserkommentare wurden übersetzt von Volker Stanislav.
Harsche Kritik an Ai Weiwei übt die Bloggerin und Künstlerin Yu Gao, Ai sei ein „künstlicher Gott" und „Volksverräter". Auslöser für ihre Rüge ist eine von Ai Weiwei gestartete Demonstration gegen den Abriss eines gemeinsamen Ateliers. Ai Weiwei würde bei jeder Gelegenheit direkt auf 180 sein, Öl ins Feuer gießen und statt friedlichem Dialog eine Radikalisierung von Problemen suchen. Der Blog löste eine breite Diskussion im Internet aus (siehe Blogübersetzung: Ai Weiwei- professioneller Revolutionär oder Künstler?). Die Kritik von Yu Gao übersetzte Volker Stanislav.
Wie wichtig ist Umweltbewusstsein im chinesischen Internet? Wie viel Sinn macht der Empfang des Dalai Lamas in den USA? Und ist Ai Weiwei wirklich ein Revolutionär? Zu den Fragen von Viviane Lucia Fluck gab der Sinologe Dr. Manuel Vermeer für das SAC Experteninterview prägnante Statements die interessante und aktuelle Einblicke in China bieten.
Bereits neun Jahre dauert der von den USA geführte Einsatz am Hindukusch. Die Taliban verbreiten jedoch weiterhin Angst und Schrecken und konnten bisher nicht vollständig von der internationalen Schutztruppe zurückgeschlagen werden. Im Gegenteil, die Guerilla-Taktik der Taliban fordert auch in der NATO vermehrt Opfer und lässt die Moral der Alliierten schwinden. Zeit für neue Helden, meinen die chinesischen Internetuser. Wenn die USA mit ihren westlichen Verbündeten den Terrorismus in Afghanistan nicht in den Griff bekommen, dann soll das eben die chinesische Volksbefreiungsarmee machen. Ein Meinungsquerschnitt zum bewaffneten Kampfeinsatz in Afghanistan von Ella Daschkey und Daniel Soesanto.
Das iranische Atomprogramm bereitet den Chinesen große Sorgen. Grundsätzlich sollte jeder Staat das Recht haben, Nukleartechnologie friedlich zu nutzen - dies entspricht nicht nur der chinesischen Meinung sondern auch dem Atomwaffensperrvertrag. Jedoch will niemand dem Iran so recht abnehmen, dass das Atomprogramm rein zur Energieversorgung dienen soll. Der UN-Sicherheitsrat berät nun wieder einmal über mögliche Sanktionsmaßnahmen gegen den Iran. Die VR China, als eines der fünf ständigen Mitglieder, besitzt ein Vetorecht und könnte die Sanktionen blockieren. Schließlich ist der Iran einer der wichtigsten Öllieferanten der Volksrepublik. Andererseits könnte ein mit Nuklearwaffen bestückter Iran Grund für einen Krieg sein, der auch China betreffen würde. Sollte man den Sanktionen besser zustimmen? Oder sich womöglich enthalten? Meinungen chinesischer Netizens zum Thema im Beitrag von Ella Daschkey und Daniel Soesanto
Es ist so weit. Im März kommen der Nationale Volkskongress und die Konsultativkonferenz wieder zusammen. Die staateigene „Volkszeitung“ (Renmin Ribao) führt seit 2001 vor den jährlichen Plenarsitzungen eine Internetumfrage über die wichtigsten zu besprechenden Themen durch. Die inszenierte Öffentlichkeit soll den Bürger näher an den politischen Entscheidungsprozess bringen. Gegen die Preisgabe ihrer IP können Internetuser Kommentare auf der Plattform hinterlassen. In einem dreiteiligen Beitrag stellen Jost Wübbeke und Jingjie Hou einige Stimmen zu den diesjährigen Highlights vor: Rentenversicherung, Umsiedlungspolitik und Antikorruptionskampf. Platz Eins: Rentenversicherung.
Hier der zweite Teil zur Online-Meinungsumfrage unter chinesischen Bürgern, welche Themen auf der Agenda des NVK stehen sollen. Platz Zwei: Umsiedlungspolitik. Von Jost Wübbeke und Jing Jiehou